Line Dance wird, wie der Name es bereits sagt, in Linien neben- und hintereinander getanzt. Es sind festgelegte, sich wiederholende Figuren, die synchron von der Gruppe vorgeführt werden - also ähnlich einem Formationstanz. Hier lernt man Tänze, die sich in der Anzahl der Schritte (Counts), der Geschwindigkeit und Schwierigkeitsstufe unterscheiden.
Es gibt Tänze die nur aus wenigen Figuren bestehen, bis hin zu Tänzen, die mehr als 100 Schrittfolgen haben. Weltweit soll es wohl über 14.000 Tänze geben. Wobei stetig jeden Tag neue dazu kommen. Line Dance Treffen bei denen neue Tänze gezeigt werden, locken bereits hunderte von Line Dancern jeden Alters an.
Faszination Line Dance
Sie sind allein? Ihr Partner ist zum Tanzen nicht zu bewegen?
Dann sind Sie beim Line Dance genau richtig! Hier tanzt jeder SOLO. Niemand muß hier jemanden führen oder Angst haben dem Partner auf die Füße zu treten. Schrittfehler sind nicht so schlimm, man reiht sich einfach wieder ein und tanzt weiter. Line Dance ist schnell gelernt. In innerhalb von 30 Minuten kann man ins sogenannten Workshops die Tänze erlernen.
Getanzt wird auf Country und New Country Music, aber auch vor modernen Liedern macht der Line Dance nicht halt.So findet sich für jeden Musikgeschmack etwas. Das spontane Mittanzen bei anderen Gruppen ist kein Problem, da die meisten Tänze für bestimmte Musikstücke choreografiert wurden. Die Tänze verbreiten sich sehr schnell und werden in vielen Gegenden weitergegeben. Es ist schon ein Erlebnis manchmal bis zu 100 Line Dancern auf der Tanzfläche zu erleben.
Die Geschichte des Line Dance *kurze Auszüge über die Grunsspekulationen
Es gibt viele Spekulationen wo der Line Dance herkam und wie er entstand. Am wahrscheinlichsten ist die Theorie, das die Einsiedler, die einst die heutige U.S.A. besiedelten, ihr kulturelles Erbe mitbrachten und weiterpflegten. Über viele Jahre vermischten sich die verschiedenen Tanzformen der Völker.
Von Clantänzen der Iren und Schotten, von Menuett über Polka und Contra Dance wurden viele Tänze weitergegeben, aber auch teilweise vergessen. In den 50er und 60er Jahren erlebte der Line Dance einen neuen Aufschwung. Es wurde wider verstärkt in Reihen und Linien getanzt. Highlight war die Zeit der amerikanischen TV-Sendung "American Brandstand", in der unter der Bezeichnung -Line Dance- die neuesten Tänze wöchentlich gezeigt wurden.
In den darauf folgenden Jahren zeichneten sich durch Filme wie "Urban Cowboy" (1980) oder durch Videosongs wie "Don`t tell me" (Madonna) ein nicht endender Boom des Line Dance ab...
Line Dance ist seit kurzem auch eine anerkannte Sportart.
Outfit
Tanzen wie ein Cowboy - Aussehen wie ein Cowboy
Auf Veranstaltungen und Festen sind die Line Dancer auf der Tanzfläche schnell erkannt. Es ist umstritten, aber viele meinen doch, dass der Line Dance erst durch das richtige Outfit zur Geltung kommt.
- Boots - Hat - Buckle - Bolotie -
Die Stiefel, eines der wichtigsten und markantesten Merkmale der Cowboys und so auch der Line Dancer. Der typisch "American-Line-Dance" Tänzer trägt Stiefel. Sie sind bequem, schick und zum Line Dance perfekt geeignet. Durch die harten Sohlen stompen die Tänzer mit viel Freude und Geräusch über die Tanzfläche. Bei vielen Wettkämpfen und Ausscheiden sind Stiefel übrigens noch Pflicht.
Der Hut, ebenfalls ein wichtiges Assessoir gerade für die Männer unserer Gesellschaft. Er wirkt elegant und macht aufmerksam. Aber inzwischen tragen auch schon viele Frauen Hüte. Man möchte eben dem Ideal eines Cowgirls entsprechen. Dennoch ist der Hut kein Pflichtutensil mehr und so sieht man -leider- immer weniger Hüte auf Line Dance Festen.
Es hieß einmal `ein Cowboy verläßt nie ohne Buckle und Bolotie sein Haus`. Ein Buckle ist eine große, meist sehr aufwendig angefertigte Gürtelschnalle. Sie gibt es in den verschiedensten Formen und Farben, von billig bis Sammlerwert. Das Buckle soll in eleganter Form den Unterkörper mit den Oberkörper verbinden. Für viele Line Dancer ein Muß.
Die Krawatte des Cowboys. Ähnlich wie das Buckle erfüllt auch das Bolotie die Aufgabe den Oberkörper in eleganter Art mit dem Kopf zu verbinden. Auch sie gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Formen. Boloties sind nicht so verbreitet wie die Buckle, aber das liegt wahrscheinlich auch daran, dass viele Menschen gar nicht wissen das es Boloties gibt. Aber wer eines sieht - der will auch eines haben!
Stiefel, Hut, Buckle und Bolotie - schön anzusehen mit der richtigen Jeanshose, einem gescheitem Hemd oder einer Bluse. Viele runden Ihr Outfit auch noch mit Chaps, Sporen, Handschuhen, ... etc ab. Hauptsache es sieht gut aus und natürlich muß es sich damit gut tanzen lassen.
Doch keine Angst, wer nichts von alle dem im Schrank hat - es gibt viele Händler und Verkäufer von Western Wear - oder man bleibt einfach wie man ist. Eine Kleidungsvorschrift gibt es beim Line Dance nicht. Und wer schon einmal bei einem Line Dance Treffen war, der weiß wie unterschiedlich die Menschen sind und aussehen.